Neue Waldorfschule Rendsburg

Kopf. Herz. hand.

Aus der Art, wie ein kind spielt, kann man erahnen,

wie es seine Lebensaufgabe ergreifen wird.

Rudolf Steiner

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Aktuelles
PFlanzenmarkt am 06.06.2020

Bei wechselhaftem, aber trockenem Wetter fand am 6. Juni unser Pflanzenmarkt statt. Trotz oder gerade wegen der aufgestellten Coronaregeln gab es einen regen Zulauf, so dass niemand lange warten musste, es aber auch nie zu voll wurde. Alles in allem war die Stimmung fantastisch und die Schule konnte nach Abzug der Fixkosten einen Betrag von 436,50€ erhalten. Unser Dank gilt neben den freundlichen Kunden, insbesondere Frau Obracay, die den Pflanzenmarkt wie immer so toll organisiert hat, sowie Frau Delfs und Frau Kalz, die ihr so tatkräftig geholfen haben.

Hörspiel der 7.Klasse: 
The Wedding at Ghostmoor Castle

Anfang des Jahres machte die 7. Klasse sich im Englischunterricht daran sich das Theaterstück "The Wedding at Ghostmoor Castle" von Beat Brodbeck zu erarbeiten. Die meisten Schüler*innen hatten dieses Stück zuvor als Buch "Ghosts at the Castle" von Christoph Jaffke (Hg.) in der Klasse 5 gelesen.

Worum geht es in der Geschichte? Brian Happydale, ein junger Mann möchte Julie McPhantom heiraten. Er macht sich auf den Weg, um in den Geschäften von Mrs Candymouth, Mrs Blossomcheek und Mrs Goldfinger Pralinen, Rosen und einen Ring für seine Verlobte Julie McPhantom zu kaufen. Die Verkäuferinnen sind entsetzt als sie hören, dass er Julie heiraten möchte, da sie wie auch der Rest des Dorfes von dem Fluch der McPhantom Familie wissen.

Brians Eltern sind verzweifelt über Brians Leichtsinn und bekommen Unterstützung von den Dorfleuten, die Brian zu einem Treffen einladen, um ihn vor Julies Familie zu warnen. Brian scheint diese Sorge nicht zu teilen und lädt stattdessen das ganze Dorf zu der bevorstehenden Hochzeit ein. Ebenso den Polizisten, der erst seit kurzem in dem Dorf lebt und noch nichts von dem Fluch weiß, sowie zwei Fremde – Mr Smarthead und Mr Cleverbrain – die erst auf dem Dorfplatz von dem Fluch erfahren.

Die beiden Fremden schließen eine Wette ab, ob Brian überleben wird. Der eine wettet, dass Brian überleben wird, der andere setzt 50 Goldmünzen auf seinen Tod.

Auch Julie selber ist besorgt wegen des Fluches und bietet Brian, an die Verlobung zu lösen. Brian ist jedoch fest entschlossen, dass er Julies Mann werden möchte. Im Schloss von Ghostmoor hängen vier Porträts von Julies Vorfahren. Ihre Mutter Emily, ihre Großmutter Ethel, ihre Urgroßmutter Viktoria und ihre Ururgroßmutter Beryl. Das Porträt von Beryl ist pechschwarz, seitdem der Fluch über der Familie hängt. Von Julie erfährt Brian, dass Beryl die Auslöserin des Fluches war und dass ihr Porträt restauriert werden sollte. Es war jedoch unmöglich, da dem Maler der Pinsel beim Versuch der Restaurierung wieder und wieder aus dem Porträt heraus der Pinsel aus der Hand geschlagen wurde.

Nach der Hochzeit wachen die vier Damen auf. Sie klettern aus ihren Bilderrahmen und Emily, die Jüngste der vier, muss ihrer Pflicht nachgehen und Brian den Gar ausmachen. Bevor sie Brian zu Tode erschrecken soll, spuken die vier Damen durch das Schloss und erschrecken die Dorfleute, die alle wegen des schlechten Wetters im Schloss übernachten. Später geht Emily in Brians Schlafzimmer, um ihn nun so wie es der Fluch besagt zu Tode zu erschrecken. Brian jedoch hat keine Angst vor ihr. Er bringt sie stattdessen so sehr zum Lachen, dass Emily unverrichteter Dinge wieder in ihren Bilderrahmen zurückkehren muss. Sie gesteht ihren Ahninnen, dass sie gescheitert ist und den Fluch nicht ausführen konnte. Lady Beryl erklärt dann den Fluch für aufgehoben.

Was mit Mr Cleverbrain und Mr Smarthead passiert und wie Julie und Brian den vierten Tag nach der Hochzeit verbringen, wird hier nicht verraten. Ein bisschen Spannung muss ja bleiben.

Nachdem wir den Text erschlossen haben, stellten wir fest, dass die Rolle des Brian, der die verfluchte Julie McPhantom heiraten möchte, zu groß für nur eine Person war. So entschieden wir, dass Ivo und Sean sich diese Rolle teilen sollten.

Wir bemerkten auch, dass wir zu wenig Schüler*innen waren, um alle Rollen zu besetzen und so bekamen Ceara, Frida, Lea und Nevin die große Aufgabe nicht nur sehr viel Text zu lernen, sondern sich auch in verschiedene Rollen einzudenken. Zum einen sollten sich Frida, Lea und Nevin in die drei Ladenbesitzerinnen Mrs. Candymouth, Mrs Goldfinger und Mrs. Blossomcheeck hineinversetzen. Ceara sollte die Schlachterin werden. Zusätzlich sollten sie die Rollen der vier Damen spielen. Wir stellten auch fest, dass in dem Originaltheaterstück alle Kaufleute in je einer männlichen und einer weiblichen Rolle vorkamen. Wir entschieden kurzerhand, dass wir sie nur in weiblicher Version besetzen würden. Chantal wurde Bäckerin, Naima Gemüsehändlerin und auch Mary, die Angestellte von Mrs Blossomcheeck. Moritz wurde Polizist, Henner und Johannes die Wächter, Isabell sollte sich in Julie McPhantom verwandeln und Anna in ihren Vater Mr McPhantom. Johann und Josua in Mr Smarthead and Mr Cleverbrain. Leo wurde zum Koch. Aufgrund von einem Mangel an Schauspieler*innen wurde die Mutter von Brian, gespielt von Carolina, alleinerziehend.

Mit Höhen und Tiefen begannen die Schüler*innen ihre Texte zu lernen. Es fiel uns auf wie schwierig es ist, einen Text in einer Nichtmuttersprache mit Emotionen zu füllen, die passende Gestik zu finden und dann noch auf die Aussprache zu achten. In der Fremdsprache fiel es den Schüler*innen auch schwer spontan auf den Partner*in einzugehen und, anders als in einem deutschen Stück, zu improvisieren.

Da der große Saal auf unserem Schulgelände derzeit noch nicht für uns zugänglich ist, entschieden wir das Stück im Pavillon zu proben und dort wollten wir auch das Stück aufführen. Der Pavillon hat nur eine kleine Bühne mit einer Hintertür. Keine leichte Herausforderung die richtigen Auf- und Abgänge zu meistern und das einfache Bühnenbild auf- und abzubauen. Aufgrund des Stundenplans konnten wir auch nur einmal wöchentlich im Pavillon proben, da er in unseren anderen Englischstunden von anderen Klassen belegt war. In den Stunden, in denen wir nicht im Pavillon proben konnten, malten wir die Ladenschilder, die Porträts der vier Damen, besorgten die Requisiten, lernten langsamen Walzer und probten ein Lied, das wir in der Mitte des Stückes singen wollten.

Wir schafften es mal mehr und mal weniger motiviert Woche für Woche Fortschritte zu machen. Drei Wochen vor den Osterferien wollten wir in die finale Probephase gehen. Frau Brunk und Herr Niebuhr boten uns an, auch Teile des Hauptunterrichtes für die Proben zu nutzen. Was ein Segen war, denn bis dato konnten wir das Stück noch nie komplett durchspielen, weil es zeitlich den Rahmen des Fachunterrichtes sprengte. Frau Brunk kam auch mit zu einer Probe und konnte uns wertvolle Tipps geben, was noch besser gemacht bzw. geändert werden konnte.

Und dann??? Dann kam Corona. Statt am Freitag eine der letzten Proben zu machen, entschied das Lehrerkollegium nach dem Hauptunterricht eine spontane Monatsfeier zu machen, weil es schon befürchtete, dass in den nächsten Wochen keine Schule stattfinden würde. Und so kam es dann auch.

Nach der letzten Stunde am Freitag wurden alle ins Homeschooling geschickt. Zwei Wochen wurde nun online unterrichtet und dann verabschiedeten wir uns in die Osterferien. Als in den Osterferien ersichtlich wurde, dass auch nach den Ferien kein Unterricht in der Schule stattfinden würde, kam ich auf die Idee das Stück mit Hilfe eines befreundeten Musikproduzenten Michael Hintz aka Curly Mike Production in ein Hörspiel umzuwandeln. Es war nicht absehbar, wann ein Treffen in der Schule wieder möglich sein würde.
So bekamen die Schüler*innen die Aufgabe ihre Texte sowie Hintergrundgeräusche mit dem Handy aufzunehmen und Curly Mike zuzusenden, damit er aus den Textteilen ein Hörspiel schneiden konnte. Alle Geräusche bis auf den Mitternachtsgong, die Eingangs- und die Ausgangsmusik und den Hochzeitswalzer sind von den Schüler*innen eingeschickt worden. Die vier genannten Geräusche wurden von Curly Mike beigesteuert.


Das jede*r für sich gearbeitet hat, erklärt auch, warum bei dem Hörspiel bei manchen Sprecher*innen ein Rauschen zu hören ist (wir hatten ja die ganze Zeit schönes Wetter und der oder die ein*e oder andere hat wohl im Garten seine Rolle eingesprochen😉).
Das Hörspiel wurde aus, nennen wir es, „one-takes“ geschnitten. Ich habe bewusst darauf verzichtet evtl. falsch betonte oder ausgesprochene Sprechteile wieder und wieder von den Sprecher*innen aufnehmen zu lassen. Es ist das Ergebnis aus der Coronazeit, wo wir alle allein Zuhause sitzen und versuchen das Beste daraus zu machen. Ich finde es ist trotzdem ein ganz wunderbares Ergebnis geworden und ich bin stolz auf die Sprecher*innen. Ich habe selbst gemerkt, dass man sich ganz schön überwinden muss, in ein Mikrofon zu sprechen und im Anschluss seine eigene Stimme zu hören.


Im nächsten Schuljahr gibt es dann hoffentlich im 8-Klassspiel auch die Möglichkeit die schauspielerischen Fähigkeiten auf der Bühne zu präsentieren und vielleicht findet ja auch ein „Miniplay“ im Fremdsprachenunterricht Platz.

Mein Dank gilt hier den Schüler*innen der 7. Klasse. Toll, dass ihr so flexibel seid und das Stück in einer ganz unerwarteten Form aufführt. Ihr habt großartige Arbeit geleistet und könnt genauso stolz auf euch sein, wie ich es auch bin!!! Außerdem danke ich Michael Hintz aka Curly Mike Production, dass er mir bei dem Schneiden des Stückes geholfen hat.

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